Lassen Sie sich doch mal kulinarisch entführen!

Wer ins Elsass reist, kommt natürlich in den Genuss der herzlichen Gastfreundschaft und der guten Küche. Egal, ob in einer traditionellen Winstub oder in einem Drei-Sterne-Restaurant - überall wird viel Wert auf die Verwendung regionaler Zutaten gelegt.

Tarte Flambee
©CRTA/Meyer

Der Tag beginnt schon mal mit einem für Frankreich eher untypischen Frühstück, denn hier gibt es Wurst, Käse, Ei und Marmelade für den Gast, dazu natürlich ein frisches Baguette.

Zum Nachtisch gibt es noch einen Kugelhupf, ein fantastisch duftender Hefe-Napfkuchen mit Mandeln.

Überhaupt ist die regionale Backkunst ein Gedicht. Berühmt sind die Brezeln und die rustikalen Holzofenbrote.
Vielfältig wird’s bei Tartes, die in süßer Form je nach Jahreszeit mit Zwetschgen, Äpfeln, Rhabarber oder Heidelbeeren belegt werden.

Unbedingt probieren müssen Sie die herzhafte Variante: Flammkuchen mit Speck und Créme Fraiche!

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foie-gras
©CRTA/Journou

Was die elsässische Küche sonst noch auszeichnet...

Da wären zum Beispiel Foie gras d’Alsace - die elsässische Variante der Gänsestopfleber, angeblich um 1780 in der Region erfunden. Sie wird besonders in der Weihnachtszeit gegessen.

Ein deftigeres Gericht ist Baeckehoffe, einst ein Arme-Leute-Essen, bei dem drei Sorten Fleisch und Kartoffeln in Wein geschmort werden. Die Hausfrauen brachten den Topf am Waschtag dem Bäcker zum Schmoren und holten ihn nach drei Stunden wieder ab.

Der Klassiker Sauerkraut - Choucroute - taucht bei vielen Speisen auf, oft sogar in Kombination mit Gans oder Fisch.

Leckere Rezepte für Flammkuchen (Flammekueche), Baeckehoffe und Co. finden Sie unter

Natürlich spielt der Fisch hier auch eine wichtige Rolle. Beim Matelote du Rhin, einer Spezialität aus dem Ried, werden Flussfische in Wein geschmort.

Nicht fehlen darf der Käse. Hier hebt sich besonders der Munster hervor. Der berühmte Käse aus dem gleichnamigen Städtchen ist kalt und warm ein Genuss.

VERRES
©CRTA/Hampé

Eine kleine elsässische Weinkunde

Zu einem ordentlichen Essen gehört auch ein guter Tropfen. Das Elsass ist vor allem für seinen außerordentlichen Wein bekannt. Die Weinbauern sind nicht zu Unrecht stolz auf ihren Wein, der von der Rebe bis zur fertigen Flasche mit viel Liebe zum Detail gehegt und gepflegt wird.

Unter dem besonders günstigen Klima und auf unterschiedlichen Bodenarten reifen im elsässischen Weingebiet sieben verschiedene Rebsorten heran - sechs weiße Trauben (Riesling, Pinot Blanc, Tokay Pinot Gris, Muscat d’ Alsace, Sylvaner und Gewürztraminer) und eine rote (Pinot Noir). Noch heute werden die Weine in typisch schlanken Flaschen, den sogenannten "flutes“ angeboten.

Doch auch im Schnapsbrennen sind die Elsässer wahre Künstler und erhalten dafür jährlich Preise auf den Messen in Europa.

Traube Eigenschaften ausgezeichnet zu
Riesling fruchtig, rassig, elegant, körperreich Fisch, Meeresfrüchten, hellem Fleisch, Sauerkraut
Gewürztraminer fruchtig, würzig, aromatisch als Aperitif zu exotischen Gerichten, Käse, Dessert
Sylvaner leicht, frisch, fruchtig, dezent Meeresfrüchten, Fisch, Salaten
Pinot Blanc frisch, süffig, weiches Bukett Geflügel, Fisch, kalten Vorspeisen
Tokay Pinot Gris aromareich, rund und kräftig, harmonisch Fleisch, Innereien (ersetzt durchaus Rotwein)
Muscat d‘Àlsace trocken, aromatisch, fruchtig Spargel, hervorragender Aperitif
Pinot Noir fruchtig, kirschähnliches Aroma Fleischgerichten, Wurst, Schinken
Ziehharmonika
©CRTA/Meyer

Feste feiern wie sie fallen

Feiern und gut speisen gehören zusammen. Nicht zuletzt und ganz besonders im Elsass.

So drehen sich eine Reihe von Festtagen in der Region um kulinarische Köstlichkeiten.

Herausgestellt werden sollen an dieser Stelle das Spargelfest in Hoerdt, das Waldmeisterfest in Dambach - la Ville, das Kugelhopffest in Ribeauvillé und zahlreiche Sauerkrautfeste im Mai.

Und natürlich findet man im Sommer in jedem Weinort auch das traditionelle Weinfest.

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